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DJK Villingen II : TV St. Georgen III 4:9

20.10.2018 Bezirksklasse

Bericht: Rolf Hackenjos          


 

Stark ersatzgeschwächt gegen ersatzgeschwächt

 

Bei Villingen fehlten drei der ersten sechs aufgestellten Spieler, bei der Dritten einer, nämlich Frank. Dieser hatte sich unter der Woche bei Captain Stoffel krank abgemeldet – umso erstaunlicher, dass er in Höhe der Peterzeller Ampel plötzlich  in seinem silbernen Kastenwagen auf der Gegenfahrbahn auftauchte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt……..

Für die Dritte bedeutet ein Spieler-Ausfall aber traditionell seit Jahren sowas von kein Problem, immerhin hatte Ersatzspieler Niki Wünsche ( Vierte Mannschaft ) vor dem Spiel mehr TTR-Punkte, als sämtliche Spieler der Dritten.

Das Verbandsspiel selbst konnte kaum spektakuläre Akzente setzen, es waren eher die Begleiterscheinungen, die sich im Gedächtnis festsetzten. So konnte man von Beginn an eine gewisse Entschleunigung bei den Villinger Spielern feststellen, die es alles andere als eilig hatten – wohl in realistischer Erwartung des dann auch tatsächlich eintreffenden Spielverlaufs. Offizieller Spielbeginn: 15:00 Uhr / „Training bitte einstellen“-Phrase um 15:07 Uhr. Nach der Begrüßung und Verlesen der Aufstellungen entschwanden erstmal drei Einheimische aus den heiligen Hallen. Patrick und Rolf harrten an Platte 1 auf das kommende und warteten stolze 5 Minuten auf Doppel-Gegner Tanner. So war es fast viertel nach drei, bevor der erste Ball durch die Luft segelte.

Im Einzel wurde es dann noch schlimmer: besagter Tanner entschwand nach gespieltem ersten Satz erneut aus der Halle ( ist das überhaupt erlaubt? ) und lies Patrick ( und wieder Rolf / diesmal als Zähler ) erneut minutenlang warten. Als er schließlich doch wieder den Weg zurück an die Platte fand, startete er erstmal einen entspannten Small-talk mit Rolf. Er wusste zu berichten, dass die erste Villinger Mannschaft momentan zeitgleich mit der Zweiten spiele, was in punkto möglicher Ersatz-Stellung ein Skandal sei. Außerdem bemängelte er die fehlende Anfeuerung seiner Team-Kollegen mit der einher gehenden Stille in der Sporthalle. Letztlich ließ er sich wohl oder übel doch dazu bewegen, den sportlichen Aspekt seines Handelns wieder in den Vordergrund zu stellen. Die Quittung seiner Laber-/und Trödlerei konnte er sich dann in Form von zwei deutlichen Niederlagen abholen.

 

Einzelkritik:

Patrick: im ersten ( negativ verlaufenden ) Match gegen einen Brettle-Flatterball-Spiel-Zerstörer noch mucksmäuschen-still; sich der Niederlage demütig beugend. Im zweiten Auftritt endlich wieder mit Enthusiasmus, stampfenden Füßen und Herzblut-Sport nach dem Motto „Das kann doch wohl nicht Dein Ernst sein“.

Stoffel: zwei Siege im vorderen Paarkreuz – das kommt nicht alle Tage vor. Sehr disziplinierte, taktisch reife Leistung. Stoffel hat bewiesen, dass die Einbeziehung der Gehirnzellen an der Platte durchaus förderlich ist.

Andi: gegen den Routinier des Gegners noch routinierter als dieser, gegen den technisch versierten, Angriffs-orientierten Kadertraining-Youngster nicht wirklich mit Siegchancen.

Rolf: gleiches Ergebnis wie Andi, psychologisch derzeit nicht zurechnungsfähig. Gegen den „Youngster“ eigentlich gar nicht übel gespielt, mit dem Fehlaufschlag bei 7:8 im 5. Satz war es dann aber vorbei.

Werner: wer bitte soll diesen Tennenbronner im hinteren Paarkreuz  der Bezirksklasse schlagen?  Trotz 9-tägigem Business-Dauerextremzustandes bestand nicht eine Sekunde der Hauch von Gefahr, Werner müsse nach dem Spiel seinem Gegner die Hand schütteln.

Niki: nicht überzeugend, aber siegreich. Hat derzeit einen gewaltigen Flow, sodass er auch mal gegen einen schwächeren Gegner dreckig und knapp das bessere Ende für sich erzwingen kann.

 

Fazit: 4:4 Punkte nach 4 Spielen sind 4 Punkte zu wenig!