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TTG Stühlingen-Weizen : TV St. Georgen III 5:9

  • 03 Dez

Bericht: Werner Hummel      


TTG Stühlingen-Weizen - TV St. Georgen III 5:9 Bericht

Für beide Teams war dieses Match ein Auswärtsspiel, denn es wurde  ausnahmsweise in der großen Stadthalle in Stühlingen anstatt in der heimeligen Weizener Halle ausgetragen.  Die Bergstädter mussten auf ihre etatmäßige Nr. 1 Stoffel Rosenfelder verzichten. Der Mannschaftsführer legte an diesem Samstag eine Blasmusik-Sonderübungsschicht  für das Gelingen des alljährlichen Weihnachtskonzertes der Musikkapelle Buchenberg  ein.  So hatte der altbewährte „Klei-Frankfurter“ Dirk Morat die Ehre in der 3. Mannschaft aushelfen zu dürfen.

Die Bergstädter reisten mit viel Respekt und einem Kasten edles Waldhaus-Bräu an die Schweizer Grenze, denn in der Vergangenheit gab es in Weizen schon oft sehr enge Spiele .  Doch um vorne in der Tabelle noch ein kleines Wörtchen mitreden zu können musste ein Auswärtssieg her!

Entsprechend motiviert starteten die Bergstädter in den Doppeln. Hartmann/ Hackenjos setzten sich souverän in 4 Sätzen gegen Hertenstein/Barth durch. Die beste Saisonleistung im Doppel zeigten Schreiber/Jäckle, die überraschend  gegen das gegnerische Spitzendoppel Rösch/Rösch die Oberhand behielten und somit für eine nicht unbedingt zu erwartende 2:0 Führung sorgten. Die erstmals in ihrem Tischtennis-Leben im selben Team spielenden Hummel/Morat waren ungefährdet gegen Schwarz/Munz und so erfreuten sich die Gäste einer scheinbar beruhigenden 3:0 Führung nach den Doppeln.

Doch in den folgenden Einzeln zeigten die Gastgeber ihre Stärke von Position 1- 3 und konterten mit 3 deutlichen Siegen und glichen zum 3:3 aus. Allround-Supersportler Frank Schreiber musste sich Ch. Rösch in 3 Sätzen geschlagen geben. Unser Berlin-Import Patrick Hartmann („das ist nicht dein Äääärnst“) war gegen einen sehr clever aufspielenden Hertenstein völlig chancenlos. Immer für beste Unterhaltung und eine Überraschung ist unser Herr der Finanzen Rolf Hackenjos gut. Er spielte im ersten Satz groß auf und ließ A. Rösch beim 11:3 nicht den Hauch einer Chance. Auch im 2. Satz führte er bereits 5:1 und war wohl in Gedanken schon in der Waldhaus-Brauerei bei deftigem Krustenbraten und lecker Waldhaus-Spezial. Denn plötzlich kippte das Spiel völlig, unser Kreta –Freak machte im 2. Satz keinen Punkt mehr und verlor das Match dann noch in 4 Sätzen. Beim Spielstand von 3:3 war alles wieder offen! Doch Schach-Guru Andreas Jäckle wendete das Blatt wieder zu Gunsten der Gäste mit einer gelungenen Mischung aus wohldosiertem Angriffsspiel und sicheren Schupfbällen zum Viersatzsieg geben Barth. Im hinteren Paarkreuz waren die St.  Georgener dann klar überlegen. Bei China-Spezialist Werner Hummel macht sich das heimliche Trainingslager mit den Chinesen immer mehr bezahlt und er setzte sich deutlich gegen Munz durch. Auch unser Obercontroller Dirk Morat ließ gelegentlich alte Klasse aufblitzen und war bei seinem Sieg gegen Schwarz ungefährdet. So stand es nach der ersten Runde Einzel 3:6 aus Sicht der Gastgeber.

Nun folgten die spannendsten und besten Matches der Begegnung und die 3 zahlenden Zuschauer auf der Tribüne mussten ihr Kommen nicht bereuen.  Patrick Hartmann steigerte sich in seinem zweiten Einzel deutlich und zeigte bei seinem knappen Fünfsatzsieg (nach 3:6 Rückstand im 5. Satz) großen Kampfgeist und Nervenstärke und besiegte den deutlich höher eingestuften Ch.  Rösch nach tollen Ballwechseln doch etwas überraschend. Frank Schreiber präsentierte sich ebenfalls in seinem zweiten Einzel verbessert, lieferte sich gegen Hertenstein ein ganz enges Match, nahm beim Spielstand von 3:7 im 5. Satz eine taktisch kluge Auszeit um dann bei einer 10:8 Führung 2 Matchbälle zu haben. Aber leider blieb Hertenstein völlig cool und entschied mit 4 eigenen Punkten das enge Match doch noch denkbar knapp für sich. Andreas Jäckle führte gegen A. Rösch bereits mit 2:1 Sätzen um sich dann einem sich steigernden Gegner doch noch mit 6:11 im 5. Satz geschlagen geben zu müssen. Rolf Hackenjos erinnerte sich in seinem zweiten Einzel daran, dass er ja noch in der Tischtennishalle und nicht schon in der Brauerei  ist und sorgte mit einem sicheren Viersatzsieg gegen Barth für die 8:5 Führung der Bergstädter. Den Deckel drauf machte Werner Hummel mit einem Sieg gegen Schwarz und die St. Georgener deponierten die beiden Punkte neben dem Kasten Waldhaus-Bier im großen Touran -Kofferraum vom Finanzchef.

Spielentscheidend waren sicherlich der überraschende Doppelerfolg von Schreiber/Jäckle gegen Rösch/Rösch sowie der aus Ruinen auferstandene Patrick Hartmann bei seinem knappen Sieg gegen Bezirksklassen-Spitzenmann Ch. Rösch. Außerdem waren die Bergstädter von Position 1 – 6 wesentlich ausgeglichener besetzt als die Gastgeber.

Unter der Dusche begann dann der gemütliche Teil dieses langen Tischtennistages. Die erste Flasche Waldhaus ohne Filter musste dran glauben. Die zweite gab es auf der Fahrt in die Brauerei. Natürlich blieb Fahrer Rolf clean. Er konzentrierte sich als erfahrener Brauerei-Fachmann beim Waldhaus-Genuss auf das frischgebraute Hopfengetränk in der Brauerei-Schänke. Dort blies er mitten während der fröhlichen Runde plötzlich zum Aufbruch („Jetz kaan ich eh nind meh dringä, jetz zahlä mer und fahrä heim“). So musste die durstige Truppe das letzte Waldhaus-Bier auf der langen Heimfahrt nach St. Georgen aus dem Kasten im Kofferraum zu sich nehmen.

Fazit: Zwei wichtige Auswärtspunkte im Gepäck, ein leckerer Krustenbraten mit Knödeln und Kraut umspült mit süffiger Waldhaus-Brause aus dem Krug im Ranzen sowie ein von plötzlichen Heimweh ansonsten aber sehr souveräner Fahrer Rolf Hackenjos („Fahrer, wir danken wir“) machten diesen Trip zu einem gelungenen Tischtennis-Tag!