A+ R A-
Die Herren - immer wieder Landesliga

Meilensteine

  • 1956   9:6 Erfolg im ersten Verbandsspiel gegen den TV Triberg
  • 1961   Schwarzwaldmeisterschaft durch die erste Mannschaft
                Die zweite Mannschaft steigt erstmals in die Bezirksklasse auf
  • 1966   Der Ortsrivale DJK schließt sich der Tischtennisabteilung des TV an
  • 1967   Manfred Kieninger ist erster Vereinsmeister
  • 1975   Aufstieg in die Landesliga durch ein 7:9 im Entscheidungsspiel knapp verpasst
  • 1976   Erster Aufstieg der Herren in die Landesliga – für drei Jahre
  • 1980   Michael Eiermann wird Herren-A-Bezirksmeister
  • 1981   Wiederaufstieg in die Landesliga – dieses Mal für ein Jahr
  • 1984   Wiederaufstieg in die Landesliga – wieder nur für ein Jahr
  • 1985   Jürgen Rettenberger qualifiziert sich für die südbadische Endrangliste der Herren
  • 1986   Wiederaufstieg in die Landesliga – dieses Mal für fünf Jahre
  • 1990   Der Verein spricht sich gegen die Verpflichtung eines chinesischen Spitzenspielers aus
  • 1991   Rückzug der Landesligamannschaft aufgrund mehrerer Abgänge
  • 1994   Wiederaufstieg in die Landesliga – mal wieder für ein Jahr
                Christoph Moser holt seinen 17. Vereinsmeistertitel und wechselt zum TTC Mühlhausen
  • 1997   Wiederaufstieg in die Landesliga
  • 1998   Aufstieg der dritten Mannschaft in die Kreisklasse A
  • 2000   Wiederaufstieg der zweiten Mannschaft in die Bezirksklasse
  • 2003   Vizemeisterschaft in der Landesliga
                Daniel Kieninger gewinnt die Herren-A-Bezirksrangliste
  • 2004   Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Landesliga
                Aufstieg der vierten Mannschaft in die Kreisklasse A
  • 2005   Erstmals sind sechs Herrenmannschaften am Start

 

1956 bis 1959: Gründung mit zwei Mannschaften

 

Initiiert durch Willi Benner wird 1956 die Tischtennisabteilung des Turnvereins gegründet. Sofort sind für St. Georgen zwei Mannschaften am Start. Die erste Mannschaft mit Benner, Allgeier, Neumann, Ettwein, Daniel und Will darf mit einer Sondergenehmigung sofort in der Bezirksklasse antreten. Riedel, Steinebrunner, Bartels, Haist, Kayser und Janz spielen in der zweiten Mannschaft. Im ersten Verbandsspiel wurde der TV Triberg in der Jahnturnhalle mit 9:6 besiegt. Bereits im zweiten Jahr nahm eine dritte Mannschaft am Spielbetrieb teil.

 

1960 bis 1969:Schwarzwaldmeister!

 

Im Jahr 1961 gelingt den Herren erstmals ein großer Erfolg. Die Erste mit Gerhard Rosenfelder, Richard Dengler, Willi Reinke, Manfred Kieninger, Dieter Kehrer und Heinz Neumann wird Schwarzwaldmeister, muss jedoch auf den Aufstieg in die Landesklasse aus finanziellen Gründen verzichten.

 

Die frühen 60er sind dann durch Spielermangel gekennzeichnet. Es kann nur noch eine Mannschaft gemeldet werden, die im Jahr 1965 auch noch in die Kreisklasse absteigen muss. Auf Grund mehrerer Abgänge – unter anderem wechselt Spitzenspieler Laska zum Ortsrivalen DJK – sieht Abteilungsleiter Mayer den Verein “an der Grenze der Existenzfähigkeit.” Ungeachtet dessen steigen Karl-Theo Hess, Roland Rose, Gerhard Rosenfelder, Manfred Kieninger, Heinrich Kayser und Manfred Mayer 1966 wieder in die Bezirksklasse auf – rechtzeitig zum zehnjährigen Abteilungsjubiläum.

 

Da auch der Ortsrivale DJK über Personalnot klagt, einigt man sich 1966 darauf, gemeinsam unter dem Dach des Turnvereins weiter zu spielen. Die erste gemeinsame Mannschaft wird mit Christian Laska, Dieter Kehrer, Karl-Theo Hess, Manfred Kieninger, Gerhard Rosenfelder und Klaus Winterhalter Sechster in der Bezirksklasse. Auch eine zweite Mannschaft kann wieder gemeldet werden.

 

1970 bis 1979: Endlich Landesliga

 

Anfang der siebziger Jahre spielt die erste Mannschaft regelmäßig vorne in der Bezirksklasse mit, jedoch kann der Aufstieg nie geschafft werden. 1970 holen Laska, Kieninger und Winterhalter erstmals den B-Pokal nach St. Georgen.

 

1973/74 nehmen wieder drei Mannschaften am Spielbetrieb teil. 1975 wird der Aufstieg in die Landesliga nur knapp mit 7:9 im Entscheidungsspiel gegen Engen verpasst. Mit Christoph Moser (19), Michael Eiermann (18) und Alfred Haas (17) tragen drei Spieler der eigenen Jugend zum Erfolg bei. Die zweite und dritte Mannschaft schaffen dagegen den Aufstieg. Zum zweiten Mal nach 1961 spielt damit eine zweite Mannschaft St. Georgens in der Bezirksklasse (leider nur für ein Jahr) und eine Dritte in der Kreisklasse B.

 

Durch die gute Jugendarbeit der Siebziger kann das Ziel Aufstieg in die Landesliga endlich verwirklicht werden. 1976 werden Christoph Moser, Christian Laska, Michael Eiermann, Alfred Haas, Manfred Kieninger und Heinz Böttcher Meister in der Bezirksklasse und steigen in die Landesliga Ost auf.

 

Kleinere Tiefschläge muss der Verein dann 1977 und 1978 verkraften. Zur Saison 1977/78 verlässt Christoph Moser den TV St. Georgen in Richtung Furtwangen, um eine sportliche Herausforderung in der II. Liga Süd zu suchen, der damals dritthöchsten Spielklasse. In derselben Saison muss die dritte Mannschaft aufgrund Personalmangels zurückgezogen werden. 1978/79 schafft die Zweite trotzdem den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse.

 

1980 bis 1989: Konstante Unbeständigkeit

 

Ohne Moser muss die erste Mannschaft 1980 in die Bezirksklasse absteigen, schafft aber gleich nach seiner Rückkehr den Wiederaufstieg (1981). Christoph Moser, Michael Eiermann, Manfred Kieninger, Alfred Haas, Jürgen Rettenberger und Heinz Böttcher werden ohne Punktverlust Meister der Bezirksklasse. 1980 holt Michael Eiermann (Bild) einen der größten Einzel-Erfolge überhaupt für den TV St. Georgen: Er wird als erster und bisher einziger St. Georgener Herren-A-Bezirksmeister.

 

Aber nach nur einem Jahr Landesliga muss die Erste wieder absteigen, unter anderem weil Christoph Moser aus beruflichen Gründen zwischenzeitlich den Verein verlässt. In Lausanne spielt er für ein Jahr in der schweizerischen Nationalliga B und später in Südafrika für Maccabi Johannesburg in der höchsten Spielklasse des Landes. In dieser Zeit muss auch die Zweite die Bezirksklasse verlassen, jedoch kann wieder eine dritte Mannschaft gemeldet werden.

 

Einen der bisher erfolgreichsten Saisonabschlüsse verzeichnet der TV St. Georgen 1984. Es kann erstmals eine vierte Mannschaft gemeldet werden und vier der fünf aktiven Mannschaften steigen auf. Neben den Damen sind dies die Erste in die Landesliga, die Dritte in die Kreisklasse B und die Vierte in die Kreisklasse C. Michael Eiermann, Christoph Moser, Alfred Haas, Jürgen Rettenberger, Manfred Kieninger, Klaus Winterhalter und Werner Hummel bringen die Erste also wieder in die Landesliga, wo man ein Jahr später schon wieder absteigen muss. 1985 qualifiziert sich mit Jürgen Rettenberger erstmals ein Spieler St. Georgens für die südbadische Endrangliste der Herren.

 

Der Wiederaufstieg folgt dann prompt 1986 mit Moser, Hummel, Rettenberger, Eiermann, Jürgen Hackenjos und Carsten Schoen. Alle Spieler der ersten Mannschaft stammen damit aus der eigenen Jugend und mit 16 Jahren ist Carsten Schoen der bis dato jüngste St. Georgener Landesligaspieler.

 

In den folgenden Jahren kann sich die Erste jeweils mit guten Mittelfeldplätzen in der Landesliga halten. Das große Talent Carsten Schoen schafft den Durchbruch jedoch nicht und gibt Jahre später den Tischtennissport auf.

 

1990 bis 1999: Am Anfang war die Krise...

 

Ende der Achtziger behauptet sich die erste Mannschaft gut in der Landesliga, weshalb bei einigen Spielern der Wunsch nach höheren Aufgaben reift. 1990 hat der Verein die Möglichkeit, einen chinesischen Spitzenspieler zu verpflichten, um mit ihm den Aufstieg in die Verbandsliga anzupeilen. Letztendlich spricht sich der Verein dagegen aus, obwohl die meisten Bedingungen erfüllt waren.

 

Nach der Saison 1990/91 schlittert der Verein in die wohl größte sportliche Krise der Vereinsgeschichte. Jürgen Rettenberger, Jürgen Hackenjos und Frank Schreiber verlassen den Verein und Moser/Eiermann stehen der ersten Mannschaft nicht mehr regelmäßig zur Verfügung. Aus diesen Gründen entscheidet man sich für den Rückzug aus der Landesliga, was ein schlechtes Echo in der regionalen Presse hervorruft.

 

Die Folgen hat der gesamte Verein zu tragen. Die zweite Mannschaft muss erstmals in die Kreisklasse B absteigen und die dritte Mannschaft kann nur noch eine Vierermannschaft für die Kreisklasse D melden. Der Verein ist am Tiefpunkt angelangt, der einzige Lichtblick sind die erfolgreichen Schüler, die den Verein Jahre später wieder stabilisieren werden.

 

In der Saison 1993/94 schafft die Erste mit Michael Eiermann (mit einer 30:6–Bilanz bester Einzelspieler der Bezirksklasse), Werner Hummel, Michael Hess, Harald Helms, Manfred Kieninger und Rolf Hackenjos abermals den Aufstieg in die Landesliga. Eiermann, Hummel und Hess gewinnen 1994 auch den B-Pokal.

 

Im Jahr darauf folgt jedoch der sang- und klanglose Abstieg, obwohl mit Marek Skibinski ein ehemaliger polnischer Nationalspieler für einige Spiele zur Verfügung steht. Im selben Jahr wird die Zweite Meister der Kreisklasse B und Christoph Moser (Bild), der ehemalige Spitzenspieler und Erfolgsgarant, verlässt endgültig seinen Verein und wechselt zum TTC Mühlhausen.

 

Die Saison 1995/96 stellt den Verein erneut vor eine schwere Belastungsprobe. Nach vielen internen Querelen werden die drei erfolgreichsten Jugendspieler Christian Schneider, Matthias Schneider und Marco Scudieri dann doch in die aktiven Mannschaften eingebaut, womit der jüngste Aufstieg des Vereins seinen Anfang nahm. Im selben Jahr gewinnen Werner Hummel, Michael Hess und Christian Schneider den B-Pokal. Die dritte Mannschaft wird Meister der Kreisklasse C.

 

Für den bisher letzten Aufstieg einer ersten Mannschaft in die Landesliga sorgen Michael Eiermann, Werner Hummel, Christian Schneider, Michael Hess, Matthias Schneider und Marco Scudieri im Jahre 1997. Für die darauf folgende Runde kann sich die Erste mit dem Löffinger Bernd Pacher verstärken und mit dem 5. Platz eine hervorragende Platzierung erreichen. Bessere Platzierungen werden in den kommenden Jahren nur durch die Verletzungen von Spitzenspieler Eiermann verhindert. Nachdem Eiermann zwei Jahre kaum ein Spiel bestreitet, verabschiedet er sich im Jahr 2000 endgültig vom Tischtennissport. Damit geht dem TVS nach Christoph Moser auch die zweite St. Georgener Tischtennisgröße verloren.

 

Nicht nur in der Qualität, sondern auch in der Quantität macht sich für den TVS die engagierte Jugendarbeit der letzten Jahre bezahlt. 1997/98 gehen erstmals fünf Herrenmannschaften für St. Georgen an den Start. Im Jahr 1998 wird die dritte Mannschaft Meister der Kreisklasse B und spielt seither in der Kreisklasse A. In einigen Spielzeiten stellt der TV St. Georgen damit als einziger Verein des Bezirks eine dritte Mannschaft in dieser Klasse.

 

2000 bis heute: Vizemeister der Landesliga

 

Nach dem Rückzug aus der Landesliga 1991 bemerkte die regionale Presse, dass es wohl einige Jahre dauern werde, bis St. Georgen wieder eine TT-Hochburg im Schwarzwald sei – und behält damit recht.

 

Nachdem zur Saison 2001/2002 der Schonacher Heiko Scherer und das 16jährige Eigengewächs Daniel Kieninger in die Mannschaft stoßen, entwickelt sich die Erste zu einer Spitzenmannschaft. 2003 werden Daniel Kieninger, Bernd Pacher, Heiko Scherer, Christian Schneider, Matthias Schneider und Werner Hummel Vizemeister in der Landesliga. Daniel Kieninger reift in dieser Zeit zu einem echten Spitzenspieler, wird mit 16 Jahren jüngster Vereinsmeister und gewinnt 2003 und 2004 die Herren-A-Bezirksrangliste.

 

Als jedoch der Aufstieg in drei Versuchen nicht realisiert werden kann, bricht das Team auseinander. Daniel Kieninger wechselt zur TTG Furtwangen/Schönenbach in die Verbandsliga und Heiko Scherer schließt sich dem Ligakonkurrenten Duravit Hornberg an. Der Traum von der Verbandsliga ist damit ausgeträumt, doch St. Georgen hat weiterhin eine Landesliga-Truppe im gesicherten Mittelfeld.

 

Auch die weiteren Mannschaften können vom Aufschwung Anfang des neuen Jahrtausends profitieren. Die Zweite mit Matthias Obergfell, Michael Hess, Marco Scudieri, Bernd Walter, Michael Kisch und Joachim Klein wird 2004 Meister der Bezirksklasse und steigt (für ein Jahr) in die Landesliga auf.

 

Zur Jubiläumsrunde 2005/2006 meldet der TV St. Georgen erstmals sechs Herrenmannschaften und die vierte Mannschaft hat im Zuge der neuen Klasseneinteilung durch die Meisterschaft in der Kreisklasse C den Aufstieg in die Kreisklasse A geschafft.